Warum erfolgreiche Secondos längst nichts Spezielles mehr sein sollten

Denn auch Bendrit, Gülsha, Shaqiri und Co. überzeugen primär durch ihr Schaffen.

Kommt die Leistung eines Secondos an, wird dies in den Medien rege thematisiert – derzeit ist es Bendrit, der als «Shipi» abgefeiert wird

Und zwar in sämtlichen Medien – die Secondo-Diskussion funktioniert seit Jahren

Das Muster verläuft immer gleich

Und kein deutschsprachiges Medium ist davor gefeit (auch Storyfilter tappte schon in die Secondo-Falle).

  • Es ist immer dasselbe – ob im Fussball oder in der Unterhaltungs-Branche. Wenn es ein Secondo «nach oben» schafft, wird er dafür abgefeiert.
  • Beispiele gibt es hunderte, ob Shaqiri, Gülsha, Baba Uslender oder Bendrit. Die jeweilige Begründung? Ist ja ein Secondo.
  • Kommt der Neo-Star dann noch aus der Türkei oder dem Balkan, wird das Ganze noch ein Stückchen mehr glorifiziert – stehen diese Landsleute doch ansonsten vermehrt in der Kritik.
  • Skurril daran: Feiert man einen Secondo ab, fühlt man sich dabei sogar noch gut – denn, ach, wie sozial dies doch daherkommt (und das findet auch der Freundeskreis toll).

Auch Facebook-Star Bendrit spielt mit den Klischees, weil er weiss, dass dies funktioniert – aber «ein wenig befremdend ist es schon, wenn man darüber nachdenkt»

  • Aber: Indem man die ganze Zeit hervorhebt, wie toll ein erfolgreicher Secondo ist, impliziert man damit auch, dass dies etwas Aussergewöhnliches sein soll.
  • Und dies stimmt so schon lange nicht mehr. Oder mehr noch: Es ist heuchlerisch – und kontraproduktiv.
  • Denn: Die (aller)meisten Einwanderer sind längst integriert und erbringen die gleich guten Leistungen wie jeder andere auch.
  • Auch der Star der Stunde, Bendrit Bajra, findet es «befremdend, dass mein Albaner-Sein ein derart grosses Thema ist – schliesslich bin ich in erster Linie Mensch», wie er zu Storyfilter sagt.
  • Fakt ist: Junge Secondos sind in der Schweiz auch punkto Ausbildung und Berufskarriere oft gleich gut oder erfolgreicher als ihre Schweizer Kollegen, wie auch Studien beweisen.
  • Dies gehört aber nicht stets betont, sondern akzeptiert.
  • Denn klar ist es toll, dass Secondos erfolgreich sein können. Aber eigentlich ist es vor allem eines – und zwar absolut normal.

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